Benjamin Buder

Dieser Herr war schon immer da.Wir haben uns im Kinderzimmer die Bauklötze um die Ohren gehauen und auf der Wiese Indianer gespielt. Als wir die Grundschule besuchten, kamen Kiss maskiert auf Deutschlandtournee. Das war‘s dann mit uns. Von da an standen wir selbst auf der Bühne. Erst in unserem Zimmer und später vor richtigem Publikum. Manchmal gemeinsam, meist mit unseren jeweiligen Bands. Bei meinem ersten Bandkonzert saß er mit seiner Freundin in der ersten Reihe. Bei Radar, Shy und den verschiedenen Hocumversionen sah und hörte ich ihm zu. Das ist mein Bruder Benjamin. Ohne ihn gäbe es Kanal in der Form nicht. Benjamin ist oberflächlich gesehen der Techniker und das auf sehr, sehr vielen Gebieten. Wenn er sich mit etwas beschäftigt, dann wird es gut. Orgeln bauen, Bücher binden, Instrumente spielen, Musik komponieren, Studios entwerfen, Schaltkreise zusammenlöten, Schränke konstruieren, Computerprogramme verstehen und anwenden und und und. Jetzt könnte man sagen: „Schön, ein Nerd.“ Aber dieses Vorurteil hebelt Benjamin spielend aus. Er verfügt nämlich über die seltene Gabe, sich auf andere Menschen einzulassen. Er macht jede größere Gesellschaft angenehmer und freundlicher. Benjamin fehlt, wenn er nicht da ist.Benjamin hat alle Kanal Alben gemischt. Auch „Das Leben danach“ liegt gerade in seiner Hand. Er war am Bass, Schlagzeug und der Gitarre in irgendeiner Form schon immer involviert. Er hört die Songs als erstes und legt als letztes Hand an. Nicht selten verbessert er sie entscheidend.Das liegt daran, dass er selbst Musik komponiert. Eins meiner Lieblingslieder von ihm heißt: „Mary (Die Straßen sind leer),“ https://radar6.bandcamp.com/…/10-mary-die-stra-en-sind…Benjamin ist einer der wenigen, die meinen Irrsinn ertragen. Wir sitzen seit Jahren in seinem Studio und basteln an den Ideen herum. „…Nein das muss so“ „Nein so“ „Hier fehlt noch etwas“ „Würde ich so nicht machen“ „Ich schon…“ „Ok, wenn du meinst“… etc..Dabei halten wir uns in einer interessanten Spannung. Mit großen Namen kann man das folgendermaßen verdeutlichen: Er: die Rolling Stones – Ich: die Beatles. Oder, Ich: Nirvana – Er: Placebo. Oder, Er: The Cure – Ich: Nine Inch Nails. Oder, Ich: Blur – Er: Oasis.Das passt gut zusammen. Und es ist viel dabei herum gekommen.Ich bin heilfroh, dass er bei den kommenden Konzerten dabei sein wird.Da könnt ihr ihn kennen lernen. Ein echt toller Typ, mein Bruder,-Tobias

Benjamin Buder 2016